Homöopathie leben

 



Streiflichter


Die größte Offenbarung ist die Stille.
(Laotse)



21.11.2023

Wie erlerne ich Meditation?

Dies ist eine häufige und berechtigte Frage, die zeigt, dass man sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt.

Der erste Schritt ist, wie in vielen anderen Bereichen, auch hier: Die bewusste Entscheidung für die Meditationspraxis und die Bereitschaft, regelmäßig Zeit für Meditationspraxis einzuplanen. Um in den Prozess hineinzufinden, sind anfangs täglich 10 min ausreichend. Im Laufe der ersten zwei Wochen ab Beginn wird man feststellen, dass es immer leichter fällt, Alltagsgedanken außen vor zu lassen.
Ein weiterer Schritt ist es, dass man lernt, das anzunehmen was während der Meditation spontan kommt: Gedanken, Gefühle, Emotionen, innere Bilder, Erinnerungen. Man lernt, im Augenblick des Erscheinens alles anzunehmen, wie es im Augenblick ist, körperliche Wahrnehmungen eingeschlossen (... Muskelzucken, irgendwo ein Schmerzempfinden, Herzklopfen, veränderte Atmung...). Dabei macht man die Erfahrung, dass alles, was im Augenblick erscheint, nicht von Dauer ist, sondern abgelöst wird von dem, was als nächstes spontan kommt: "Alles ist in Veränderung begriffen, nichts ist bleibend."

Nach und nach verlängert sich die Meditationszeit. Jeder kann für sich aber bestimmen, ob man täglich 10 min, 20 min oder länger meditieren will.

Meditation in der Gruppe ist immer effektiver. Im Zusammensein mit anderen Meditierenden können anschließend Erfahrungen ausgetauscht werden und man kann feststellen: Alle befinden sich in einem fortlaufenden Lern- und Entwicklungsprozess, die Meditierenden unterstützen sich gegenseitig.

Man kann sich auch dafür entscheiden, zunächst ausschließlich mit einem Meditationslehrer in den Prozess hineinzufinden. Dies kann vor allem dann eine gute Möglichkeit sein, wenn die Be- und Verarbeitung von emotionalen Belastungen ein bedeutendes Thema ist.


22.09.2023

Meditation - was bringt's?
Viele, die sich noch nicht mit Meditation beschäftigt haben, stellen sich genau diese Frage.  Die Antwort kann nicht in einem Satz gegeben werden, so dass ich ab heute immer wieder Näheres über die Praxis der Meditation schreiben werde.


Meditation kann zu einem Ruhepol im oftmals mit äußeren Reizen überfluteten Alltag werden: Konzentration auf den aktuellen Augenblick, den Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Gedanken kreisen oftmals um Themen der Vergangenheit, die längst vorbei ist, oder um Eventualitäten, die in der Zukunft liegen könnten, aber nicht müssen.
In der Meditation machen wir uns bewusst, dass der aktuelle, der gegenwärtige Augenblick immer frei ist. Damit können wir uns mit einer angenehmen Ruhe verbinden, diese Ruhe tief in uns fühlen, die Freiheit des gegenwärtigen Augenblicks wahrnehmen, genießen und tief wirken lassen.
Die gewonnene Ruhe erlaubt es uns aus einer beobachtenden Position heraus z. B. unsere Emotionen zu reflektieren. Wir können lernen, mit Emotionen, die uns belasten, kompetent umzugehen: Eine aufsteigende, negative Emotion erkennen und uns frei machen von deren schädlicher Auswirkung. Dies kann eine schädliche Auswirkung auf andere Menschen sein, wenn wir uns z. B. wütend fühlen,  es können aber auch schädliche Auswirkungen auf uns selbst sein, wenn wir uns z. B. selbst kritisieren und damit unser Selbstwertgefühl schädigen.
Die Meditationspraxis ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und kann auch therapeutisch eingesetzt werden (z. B. bei depressiven Reaktionen oder Angstsymptomen).

Meditation in der Gruppe hat nicht nur für Anfänger,  sondern auch für Fortgeschrittene Vorteile. In der Gruppe entwickelt sich eine starke Energie, die das Meditationserleben intensiviert. Über Erfahrungen kann im Anschluss gesprochen werden, was zum einen motivierend wirkt, zum anderen das Erlebte intensivieren kann.
Deshalb biete ich einen Meditationszirkel an, der in regelmäßigen Abständen stattfindet (siehe: Aktuelles).








18. Juni 2023

Spiritualität in unserer Zeit:
Unser Leben wird in immer größerem Umfang von Technik bestimmt. Was in manchen Bereichen sinnvoll und angemessen ist, kann in anderen Bereichen die Frage aufwerfen:
Was macht das Mensch-Sein aus? Wer bin ich, wohin gehe ich? Wer kann mir Antworten geben auf Fragen, die über das Körperliche hinausgehen? Denn außer Frage steht, dass wir Menschen mehr sind als eine belebte Körpermasse.
Was ist der Sinn meines Lebens? Sind meine Träume nur ein irrealer Ausdruck von Gehirnfunktion im Schlaf oder haben sie eine tiefere Bedeutung? Steht hinter allem, was geschieht, ein Plan, oder folgen die Begebenheiten in meinem Leben einem Zufallsprinzip?
Warum gelingt es mir nicht glücklich zu sein? Warum fühle ich mich oftmals allein oder verlassen? Weshalb bringen mich manche Aussagen zur Weißglut, warum machen mich andere traurig? Weshalb begegne ich immer wieder Menschen, die mir mehr schaden als nützen? Warum fällt es mir so schwer, mich anderen so zu zeigen wie ich wirklich bin?
Um Antworten auf solche und ähnliche Fragen zu finden, sind Lebensratgeber, welche die Regale in Buchhandlungen füllen, selten hilfreich, denn die Antworten liegen allein in jedem selbst,  im seelisch-geistigen Bereich. Es geht um spirituelle Themen, die es zu lösen gilt.
Ein Problem kann stets nur dort gelöst werden, wo seine Ursache liegt. – Lösungsmöglichkeiten können „Spirituelle Hypnose“ und „Traumanalyse“ bieten.


01. Juni 2023

Meine Sichtweise im Hinblick auf den Umgang mit natürlichen Prozessen in unserer Gesellschaft:
In der heutigen, technisierten Welt wurden natürliche Prozesse aus der Familie in „fremde“ Räume verlegt:
Geburten erfolgen im Krankenhaus, wo leider viel zu viele Frauen, die ein Kind zur Welt bringen, die Erfahrung machen, dass ihre individuellen Bedürfnisse zu wenig bis keinerlei Berücksichtigung erfahren. Eine Geburt wird kaum noch als natürliches Geschehen ins Leben integriert, sondern eher „wie ein Krankheitsfall mit dazugehöriger Fallpauschale“ behandelt.
Ebenso wird das Sterben häufig in „fremde“ Räume verlegt beziehungsweise findet in Umgebungen statt, die die individuellen Bedürfnisse der Sterbenden und ihren Angehörigen zu wenig bis kaum berücksichtigen.
Nach dem Tod wird der Körper der Verstorbenen wiederum in „fremde“ Räume gebracht, die zwar in der Regel sehr aufwändig und ansprechend geschmückt werden, aber einen individuellen Abschied dennoch begrenzen.
Das Geschehen bei Geburten kann ich selbstverständlich nicht beeinflussen, doch ich weiß, dass sehr viele Eltern und Hebammen sich andere Möglichkeiten wünschen. Ebenso verhält es sich beim Sterbeprozess, bei dem leider in zu vielen Fällen individuelle Wünsche keine Berücksichtigung erfahren.

Mein Augenmerk liegt auf dem Bewusstmachen, dass die natürlichen Lebensprozesse immer eine individuelle und wertschätzende Begleitung erfordern in dem Umfang, der uns möglich ist.
Einen anderen als den üblichen Weg zu wählen erfordert den Mut, seinen eigenen Bedürfnissen zu folgen und sich frei zu machen von den vermuteten Erwartungen der Gesellschaft. Ich wünsche uns allen diesen Mut!